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Artikel vom 06. March 2013 17:12, 162 mal gelesen

Chinesische Nationalcircus in Straubing

„Feng shui – Balance des Lebens“

Der Chinesische Nationalcircus gastierte vor einigen hundert Zuschauern in Straubing

Die Bilder versuchen Eindrücke wieder zugeben aus der Show "Feng shui - Balance des Lebens", die am Dienstagabend wunderbar und mit viel Gefühl vom Chinesischen Nationalcircus in der Fraunhofer-Halle präsentiert wurde.

Die Bilder versuchen Eindrücke wieder zugeben aus der Show "Feng shui - Balance des Lebens", die am Dienstagabend wunderbar und mit viel Gefühl vom Chinesischen Nationalcircus in der Fraunhofer-Halle präsentiert wurde.

Feng shui ist die uralte Lehre der Chinesen für ein erfülltes und harmonisches Leben. Der Chinesische Nationalcircus benutzt mit seiner neuen, gleichnamigen Produktion, mit 130 Vorstellungen von Dezember 2012 bis Mai 2013 die atemberaubende Akrobatik geschickt als Übertragung, um diese Grundlagen der Balance des Lebens zu verdeutlichen, sagte uns Nicolette Sroka, die Tourmanagerin. Harmonie herstellen, zwischen dem Menschen und seiner Umgebung ist eines der wesentlichen Elemente der chinesischen Akrobatik, die erfordert, dass der Artist in absolutem Einklang mit sich und seinem Tun sein muss, um die waghalsigen Übungen und Kunststücke, die es am Dienstagabend in der Fraunhofer-Halle zu bewundern galt, in höchster Vollendung zu praktizieren. "Ein chinesischer Akrobat macht keinen Handstand - er ist der Handstand".

Raoul Schoregge, Produzent der beeindruckenden Show, bringt 27 einmalige Artisten im Alter von 12 bis 68 Jahren auf die Bühne. Und er selbst, der langjährige Clown im Zirkus Krone, gestaltet wunderbar mit seinem kongenialen chinesischen Partner, die Übergänge der einzelnen akrobatischen Präsentationen. Die mehr als zweistündige Show machte dem Zuschauer mit diesem einmaligen Akrobatik-Exkurs deutlich, dass nichts für sich steht und alles Teil eines Ganzen ist. Ein weiteres überraschendes Highlight der neuen Show ist, dass die chinesischen Körperkünstler begleitet werden von einem großen Wort- und Tonmagier, von dem poetischen Barden Konstantin Wecker. Raoul Schoregge ist ein großer Verehrer des Musikers und dessen eigene Affinität zur asiatischen Philosophie führte die beiden zusammen.

Bilder (13 Einträge)

 


Die Musik von Konstantin Wecker, durchaus asiatisch anmutend, wurde von der Choreographin Sun Quing Quing wunderbar auf die Bühne übertragen. Die herrlichen Bühnenbilder stammen von dem deutschen Künstler Güter Schoregge. Er ist der Vater des Produzenten. In seinem Programmheft verspricht der Circus Faszination an jeden Ort der Welt zu bringen. Die Zuschauer jedenfalls waren nach diesem beeindruckenden Programm fasziniert darüber mit welcher Perfektion hier Artistik dargeboten wurde. Vielfältig und abwechselungsreich mit tollen Jonglagen, Drahtseil-Akrobatik, Schlangenmenschen, beeindruckender Akrobatik an Stangen und mit Mädchen auf einem wackeligen Gerüst.

Selbst chinesische Porzellan-Vasen wurden auf dem Kopf jongliert. Mit spielerischer Leichtigkeit, auch ein Ausdruck ihres hohen Könnens, meisterten die jungen Akrobaten ihre Auftritte. Hier alles aufzuzählen, was auf der Bühne dargeboten wurde, dafür reicht der Platz nicht. Der jüngste Artist zählt gerade mal 12 Jahre und ist akrobatisch schon sehr hoch unterwegs, der Senior unter den Künstlern ist bereits 68 Jahre alt und begeistert mit einer Speer-Jonglage. Eigentlich kennt ja der chinesische Circus keine Clown-Nummern. Aber was Raoul Schoregge mit seinem asiatischen Partner auf die Bühne bringt, wirkt zu keiner Zeit fremd und gliedert sich nahtlos in das Programm ein.

Wunderbar, wie am Schluss auch noch das Publikum mit eingebunden wurde. Die Gäste dankten den chinesischen Meisterakrobaten für diesen wundervollen Abend mit lang anhaltendem Applaus und dem Ruf nach einer Zugabe. Und wie sagte doch Konstantin Wecker "Wir spielen für alle, die mit uns noch auf der Suche sind nach einer Welt, die es vielleicht nie geben kann, die kein Gemälde sein woll'n, sondern immer nur Skizze sind und unvollendet enden, irgendwann."

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Straubing, Bayern, Deutschland

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