In zweijährigem Rhythmus findet die Further Messe statt. Die Organisatoren hoffen auf einen Erfolg wie 2011.
Die wichtigsten Weichen sind auf Erfolg gestellt. Und dass die Further Messe auch in ihrer 21. Auflage ein Erfolg wird, daran zweifelte am Donnerstag im Café Rathaus niemand. Dorthin hatte der Messeverein zu einer Pressekonferenz eingeladen, um über die Vorbereitungen zu berichten. Der Status quo: Bis auf wenige Quadratmeter ist die Ausstellungsfläche mit rund 100 Teilnehmern bereits belegt. Das Grundgerüst des Showprogramms steht.
"Es sind nur noch sehr wenig Quadratmeter frei", betonte Messe-Chefin Gitte Hahn. Im Tagungszentrum sind noch rund 30 Quadratmeter buchbar, auf dem Freigelände 300 bis 350 Quadratmeter. Wer daran Interesse hat, soll sich umgehend beim Messeverein (
www.further-messe.de) melden. Man habe sich bemüht, wieder eine bunte Mischung an Ausstellern zu bekommen sowie alte und neue Firmen mit ins Boot zu nehmen. "Das haben wir auch geschafft", versicherte Hahn. Stolz zeigte sie sich darüber, dass der Glashersteller JOSKA aus Bodenmais wieder mit dabei ist und mit Gravur und Glasbläserei zweifelsohne eine Bereicherung darstelle.
Wie ihr Stellvertreter, Dr. Johannes Müller, wissen ließ, ist das Spielkasino "Admiral" heuer im Tagungszentrum vertreten. Auf der Bühne würden dort ein Blackjack- sowie ein Roulettetisch aufgebaut. Auch die Weinhauer aus der Partnerstadt Furth bei Göttweig hätten wieder ihre Teilnahme zugesagt. Anders als bei vielen Messen zuvor, findet sie heuer nicht am Feiertag 1. Mai (ein Mittwoch) statt. "Das war diesmal nicht möglich, denn fünf Tage wollte keiner machen", begründete Gitte Hahn die Entscheidung, die Messe vom 26. bis einschließlich 28. April durchzuführen.
Alte Drachenstich-FilmeIn groben Zügen steht auch bereits das Programm. Der Startschuss fällt wieder am Freitagvormittag. Schirmherr ist diesmal der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier. Um 15 Uhr gastiert im Eventzelt, das heuer von der Familie Fellner betrieben und von der Brauerei Aldersbacher zur Verfügung gestellt wird, die berühmte Augsburger Puppenkiste - zweifelsohne ein Anziehungspunkt für Familien. "Es war nur der Termin am Freitag möglich, da sich die Puppenkiste derzeit auf Tournee befindet", ergänzte die Messe-Chefin. Ein Schmankerl für echte Further gibt's dann am Abend: Im Eventzelt werden Drachenstich-Fotos und -Filme aus den 1950er Jahren gezeigt.
Modenschau und PartyDer Samstag steht im Zeichen der Bergwacht, die mit einer Ausstellung von Fahrzeugen und Ausrüstung sowie mit ihrer Kletterwand ein Programm gestalten wird. Am Abend findet die bereits schon obligatorische Messe-Modenschau im Eventzelt mit anschließender Party statt. Welche Firmen daran teilnehmen werden, konnte Gitte Hahn noch nicht hundertprozentig sagen, jedoch: "Wegen der Kinder beginnen wir bereits früher, nämlich um 19 Uhr." Der Modenschau wird sich eine Messe-Party mit Band anschließen.
Der Sonntag soll erneut im Zeichen eines besonderen "Highlights" stehen. "Wir planen wieder etwas mit Pferden, aber das ist noch nicht ganz spruchreif", bremste Gitte Hahn.
Sie und der Rest des Messe-Teams zeigten sich glücklich, auch wieder junge Firmen bei der Further Messe begrüßen zu können. Als Beispiel wurde zwei Messe-Neulingen bei der Pressekonferenz die Chance gegeben, sich kurz vorzustellen.
Die Firma "Starwalker" wird von Harald Reinhardt und Sandra Schromm geleitet und sieht sich als Full-Service-Partner für maßgeschneiderte, ganzheitliche Textilkonzepte. Das an der Konrad-Utz-Straße beheimatete Unternehmen liefere "von der Unterwäsche bis zum Abendkleid" alles. Es werde mit "erstklassigen Herstellern in Tschechien" zusammengearbeitet. "Wir sind die Einzigen in Europa, die Softshell-Jacken und -Hosen maßgeschneidert anbieten", so Reinhardt. Von der Further Messe erhofft sich "Starwalker", neben großen Partnern wie Legoland oder dem Deutschen Roten Kreuz auch im Landkreis Cham neue Kunden zu finden.
Eine Steigerung des Bekanntheitsgrades verspricht sich auch das zweite Unternehmen, das am Donnerstag als Messe-Neuling vorgestellt wurde: die Sowela GmbH von Heidi und Georg Würz. Hierbei handelt es sich um einen Großhändler im kosmetischen Bereich, der sich durch hochwertige Produkte auszeichne und neben der Niederlassung in der Tradtstraße seit Mai 2012 auch einen Laden am Stadtplatz betreibt. Zum Produktportfolio gehören auch hochwertige Badeaccessoires (unter anderem mit lustigen Drachen bedruckte Bademäntel) sowie Spielzeug des namhaften Herstellers Ostheimer. Bei der Messe wollen Heidi und Georg Würz sich zum einen an der Modenschau beteiligen, zum anderen auch mit Edelstein-Massagen Kunden anlocken.
"Sind bisher sehr zufrieden"Jürgen Kögler, der Vater der Further Messe, zeigte sich überzeugt davon, dass diese Ausstellung wieder einen Anreiz weit über die Region hinaus liefern werde, denn: "Wir sind keine Fierantenmesse, sondern durch unsere Qualität für Kunden wie Geschäftsleute interessant." Auch Dr. Müller sprach von einer "Ausstellung mit überregionaler Anziehungskraft".
Die Further Messe tue etwas für die örtliche Wirtschaft, was sich auch durch die Kooperation mit jungen Firmen zeige, betonte Kögler. Folglich zeigte er sich hinsichtlich des Erfolgs der 21. Auflage dieser ältesten Messe im Landkreis Cham "äußerst optimistisch". Und auch Gitte Hahn versicherte abschließend: "Wir sind bisher sehr zufrieden!"
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