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Artikel vom 08. March 2013 09:30, 216 mal gelesen

Landshut Cannibals

Kannibalen knöpfen sich Wild Wings vor

Autor: mm
COMEBACK NACH ZWEIMONATIGER ZWANGSPAUSE: Kannibalen-Mittelstürmer Roland Kaspitz (rechts) hat seine Mittelfuß- und Handgelenkverletzungen auskuriert - in der heißen Saisonphase will der 31-jährige Österreicher nun wieder voll mitmischen (Foto: Vincon).

COMEBACK NACH ZWEIMONATIGER ZWANGSPAUSE: Kannibalen-Mittelstürmer Roland Kaspitz (rechts) hat seine Mittelfuß- und Handgelenkverletzungen auskuriert - in der heißen Saisonphase will der 31-jährige Österreicher nun wieder voll mitmischen (Foto: Vincon).

Jetzt gibt's nur noch Endspiele ! Für die Landshut Cannibals beginnen die Playoffs eigentlich schon an diesem Wochenende, denn in drei der vier ausstehenden Begegnungen der Doppelrunde geht's für die Niederbayern gegen die Top-Teams der 2. Eishockey-Bundesliga um die bestmögliche Ausgangsposition für die Endrunde. Zunächst kreuzt heute Abend um 19.30 Uhr Spitzenreiter Schwenninger Wild Wings im Eisstadion am Gutenbergweg auf, bevor die Rot-Weißen am Sonntag (19 Uhr) in der hitzigen Atmosphäre am Pferdeturm bei den Hannover Indians (9.) bestehen müssen.

Die Dramaturgie der Hauptrundenschlussphase könnte durchaus aus der Feder von Krimi-Größen wie Alfred Hitchcock oder Henning Mankell stammen - viel spannender könnte es nämlich kaum zugehen. Als Tabellendritter (77 Punkte) haben die Landshuter alles in der eigenen Hand, doch schon beim ersten Ausrutscher wird die ambitionierte Konkurrenz aus Ravensburg (4./77), Bremerhaven (5./76) oder Rosenheim (6./77) zur Stelle sein. "Gerade die Partien gegen Bremerhaven und Rosenheim in einer Woche werden absolute Sechs-Punkte-Spiele", sagt auch Kannibalen-Chefcoach Jiri Ehrenberger und weiß haargenau, dass seine Schützlinge tunlichst da weitermachen sollten, wo sie zuletzt aufgehört haben - damit sie nicht mal wieder das kaputt machen, was sie sich gerade erst so mühevoll aufgebaut haben. Zwölf Zähler aus den letzten vier Spielen und sechs Siege in den vergangenen sieben Partien sprechen eine eindeutige Sprache zugunsten der Landshuter, die sich aufgrund der offensichtlichen Leistungssteigerung eine Position unter den "Top Four" und damit das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale (ab Mittwoch, 20. März) redlich verdient hätten.

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Da müssen die Dreihelmenstädter momentan auch vor dem Spitzenreiter aus Schwenningen nicht kuschen, obschon sich die Zahlen der Schwarzwälder (fünf Siege in Serie) ähnlich beeindruckend lesen wie die der Niederbayern. "Wenn wir uns so präsentieren, wie in den letzten Spielen und das gleiche Tempo gehen, dann bin ich mir sicher, dass wir ganz bestimmt auf Augenhöhe mit Schwenningen agieren können", betont Jiri Ehrenberger.

Weitere Zuversicht für den Saisonendspurt schöpft der Chefanweiser aus dem Umstand, dass sich die Personalsituation in den letzten Tagen deutlich entspannt hat. Lediglich für Sebastian Busch kommt dieses Wochenende wohl noch etwas zu früh. Dafür wird jedoch der 31-jährige Österreicher Roland Kaspitz nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feiern. "Es wäre natürlich schon schön, wenn er zumindest drei Spiele voll mitmachen könnte. Erst einmal geht's aber darum, ihn wieder heranzuführen", sagt Jiri Ehrenberger, der überdies auch auf Jaro Kracik bauen kann. Die Augenverletzung des Tschechen stellte sich als nicht so schwerwiegend heraus, wie zunächst befürchtet.

Einen vollbesetzten Kader können die Landshuter auch am Sonntag bei den Hannover Indians gut gebrauchen. Denn trotz der Insolvenz der Niedersachsen erwartet die Niederbayern an der Leine in jedem Fall ein heißer Tanz. "Hannover wird sich zerreißen, um sich anständig zu verabschieden", vermutet Jiri Ehrenberger. Zumal die Mannschaft des gebürtigen Landshuters Christian Künast erst vor Wochenfrist eine beeindruckende Reaktion auf die Finanzkrise gezeigt und im Indianer-Wigwam gegen die Starbulls Rosenheim überraschend mit 6:3 gewonnen hat. Eine derartige Bauchlandung wollen sich die Kannibalen nur zu gerne ersparen.

Landshut Cannibals: Pielmeier, Hingel; Geipel, Smazal, Schütz, Kronthaler, Grof, Toupal; Abstreiter, Trew, Welz, Mrazek, Kracik, Davidek, Elsner, Thornton, Maximilian Brandl, Thomas Brandl, Kruminsch, Kaspitz.

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