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Artikel vom 11. July 2012 13:59, 14 mal gelesen

Radsport

Radrennfahrer Martin Gaber beendet internationale Härtetests im vorderen Viertel

Martin Gaber macht am Berg Tempo für seinen Mannschaftskapitän (Foto: Kapfenberger).

Martin Gaber macht am Berg Tempo für seinen Mannschaftskapitän (Foto: Kapfenberger).

(eb) Während in Frankreich die ProTour-Profis die Tour de France bestreiten, nehmen die kleineren Rad-Mannschaften die Rennen der UCI Europe Tour in Angriff. Eines davon fand letzte Woche mit der Sibiu Cycling Tour (Kategorie 2.2) in Rumänien statt: Eine Rundfahrt über fünf Etappen, bei der auch der Straubinger Radrennfahrer Martin Gaber am Start stand.

Die 1. Etappe war ein Prolog mitten im Stadtzentrum von Sibiu (Hermannstadt) über lediglich 2,4 Kilometer, der allerdings komplett auf Kopfsteinpflaster ausgetragen wurde. Der technisch sehr anspruchsvolle Kurs bot zwar ein Spektakel für die Zuschauer, war aber äußerst gefährlich für die Fahrer. Am Ende lagen alle eng beieinander und auch Martin Gaber verlor nur 20 Sekunden auf den norwegischen Tagessieger Bergsland.
Auf der 2. Etappe über 190 km versuchte der Straubinger sein Glück in einer Ausreißergruppe, die aber bereits nach 40 Kilometern wieder gestellt wurde. Als sich später erneut eine größere Gruppe formierte, war Gaber wieder dabei. Die Ausreißer blieben bis zum 15 km langen Schlussanstieg vorne. Erst dort zerfiel die Gruppe und auch Martin Gaber fehlten die nötigen Körner, um den Vorsprung ins Ziel zu retten. Am Ende büßte er sogar mehr als zehn Minuten ein. Im Mannschaftszeitfahren, der 3. Etappe, lieferte Gaber mit dem Radteam Tirol ein gutes Rennen ab und belegte den 12. Rang. Die 4. Etappe, zugleich die Königsetappe der Rundfahrt, führte hinauf auf den Transfagarasan, den höchsten befahrbaren Berg Rumäniens. Mit einer Höhe von 2034 Meter und einer Länge von 23 km ist er durchaus mit den Bergen vergleichbar, die bei der Tour de France gefahren werden. Gaber konnte der ersten Gruppe bis 10 km vor dem Ziel folgen. Erst als der Spanier Victor de la Parte und andere Bergziegen das Tempo ein weiteres Mal verschärften, musste er reißen lassen und seinen eigenen Rhythmus hinauffahren. Auf der Passhöhe kam er als 37. mit vier Minuten Rückstand an. Die Schlussetappe erreichte Martin Gaber mit dem Hauptfeld und auch in der Gesamtwertung kam es zu keinen Veränderungen mehr. Er beendete die Rundfahrt auf dem 40. Rang und damit im ersten Viertel des 160-köpfigen Starterfeldes. Den Gesamtsieg sicherte sich der Spanier Victor de la Parte (SP Tableware Team) vor Matija Kvasina aus Kroatien und dem Ukrainer Artem Topchanyuk.

"Mein persönliches Ergebnis hätte natürlich noch besser sein können, allerdings mussten wir als Mannschaft viel für unseren Kapitän Stefan Pöll arbeiten und zudem immer wieder in den Ausreißergruppen präsent sein. Beides war bei Temperaturen von um die 35 Grad und der schwierigen Topographie sehr kräftezehrend. Die Arbeit hat sich allerdings ausgezahlt, denn am Ende ist Stefan als 9. in die Top Ten gefahren und in der Teamwertung sind wir 11. geworden ", so das durchaus positive Fazit des Straubingers.

Bereits vor der "Sibiu Cycling Tour" war der Martin Gaber bei der dreitägigen Internationalen Oberösterreich-Rundfahrt angetreten. Auch dort zeigte er keine schlechte Leistung und beendete diese als 43. ebenfalls im vorderen Bereich.
Als nächstes warten auf den Studenten gleich zwei Herausforderungen: zunächst die Vorbereitung auf die Klausuren an der Uni und parallel dazu die deutsche Bergmeisterschaft am 21. Juli.

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