Explosion
Mehrere Verletzte bei Brand in Mehrfamilienhaus in Regensburg
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg ist am frühen Mittwochmorgen wegen einer Explosion ein Brand ausgebrochen. Laut Polizeiangaben wurden dabei mehrere Menschen verletzt.
In der Von-Reiner-Straße knallte es gegen 4 Uhr so laut, dass Anwohner aufgeschreckt wurden und die Integrierte Leitstelle verständigten. Kurz darauf stand ein Teil des Wohnhauses in Flammen, informierte die Polizei in einer Pressemitteilung. Vor dem Gebäude liegen große Betonstücke, weil durch die Wucht der Explosion die Wand weggesprengt wurde. Die Straßenseite des viergeschossigen Wohnhauses war bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr Regensburg über zwei Etagen komplett zerstört, teilte Einsatzleiter Christoph Tresch mit. Ein „massives Brandgeschehen“ drang bis in den Dachstuhl. Auf der Gebäuderückseite bot sich das gleiche Bild.
Im Laufe des Einsatzes konnte eine einstellige Zahl von Verletzten bestätigt werden, so Tresch. Ob es in den direkt betroffenen Wohneinheiten zu einem Personenschaden gekommen ist, sei noch unklar. Um zumindest die nicht betroffenen Wohnungen betreten und die Nachbarschaft vor einem möglichen Einsturz zu schützen, sei das Technische Hilfswerk mit umfangreichen Abstützungsmaßnahmen beschäftigt. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte ein Sprecher der Polizei, dass mindestens vier Menschen teilweise schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht wurden. Laut Feuerwehr würden zudem drei Personen vermisst - es sei aber unklar, ob sich diese zum Zeitpunkt der Explosion überhaupt im Gebäude befanden.
Die Brandbekämpfung wurde laut Berufsfeuerwehr in zwei Einsatzabschnitten von beiden Gebäudeseiten her von außen eingeleitet. Aufgrund der Einsturzgefahr konnte bislang keine Absuche in den noch intakten Wohnungen oder eine Brandbekämpfung im Innenangriff erfolgen. Eine Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl und die Wohneinheiten des Nachbarhauses konnte durch den massiven Löschangriff aber verhindert werden. Dies bestätigte der Einsatz einer Drohne.
Die betroffenen Bewohner, die in einer Betreuungsstelle im angrenzenden Antoniushaus gesammelt wurden, können vorerst nicht zurückkehren. In Abstimmung mit dem städtischen Sozialamt werden Unterkünfte organisiert.
Alle drei betroffenen Hausnummern des Reihen-Mehrfamilienkomplexes wurden durch den Energieversorger von der Strom-, Gas- und Wasserzufuhr getrennt.
Die Feuerwehr ist aktuell noch mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Drehleitern vor Ort. Auch der Rettungsdienst sichert die weiteren Maßnahmen ab. Die restliche Einsatzdauer ist ungewiss. Zu zu den Ursachen der Explosion und der Schadenshöhe kann die Feuerwehr aktuell noch keine Aussage treffen.





















